[Italien/Ungarn] Italienisch-ungarische Kirchenpartnerschaft
Zusammenarbeit im Gemeinde-, Bildungs- und MedienbereichVerona/Budapest, 1./14. Mai 2010 - Die evangelisch-lutherischen Kirchen in Ungarn und in Italien sind von nun an offiziell Partnerkirchen. Die Vereinbarung wurde im Mai auf den Synoden in Verona und Budapest unterzeichnet.
Nachdem die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) am 1. Mai dem Partnerschaftsvertrag einstimmig zugestimmt hatte und Dr. András Korányi als geistlicher Präsident der ungarischen Synode sowie Bischof Dr. Tamás Fabiny mit Vertretern der ELKI den Vertrag unterzeichnet hatten, folgte knapp zwei Wochen später die Rückrunde in Budapest. Dort nahm die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn den Partnerschaftsvertrag ebenfalls ohne Gegenstimme an, und Dekan Holger Milkau, Leiter der ELKI, sowie Synodalpräsidentin Dr. Christiane Groeben setzten ihre Unterschrift unter das Partnerschaftsdokument. Dieses sieht die Partnerschaft zwischen den beiden KALME-Mitgliedskirchen mit dem Pfingstfest 2010 beginnend für einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren vor.
Neben einer engen Zusammenarbeit im internationalen kirchlichen Leben - mit besonderem Blick auf die Interessensvertretung der Minderheitskirchen - planen beide Kirchen Kontakte zwischen Gemeinden, in der Bildungs- sowie in der Medienarbeit. Da die erste Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags in Verona stattfand, hoffte Bischof Dr. Tamás Fabiny, dass dies kein schlechtes Omen sei und die Kirchenpartnerschaft nicht den tragischen Weg Romeos und Julias gehe, sondern mit ihrem Segen auch die Wunden des tausend Jahre zurückliegenden weniger friedlichen Besuchs von Ungarn in Italien vergessen machen könne.
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